Fahrtenbericht 24. WTR

Die 24. Weser-Tidenrallye im Zweier-Faltboot – ein Rückblick.

Ein Wunsch ging in Erfüllung.

jan 24 b1Schon für die letzte Tidenrallye, meine erste, hatte ich mir gewünscht, sie im Zweier-Faltboot zu fahren – es kam dann aber anders. Zum Glück, wie ich danach wusste, denn in meinem Boot JAN wäre es für einen anderen und mich zu eng geworden. Dieses Mal hatte ich ein größeres Faltboot, einen, wie mir Pfingsten erst von einem Zehnjährigen überzeugend dargelegt, „RERZ“, was für Riesen-Einer-Reise-Zweier steht, mit Namen TIAO, in dem schon mehrere Fahrten zu Zweit bequem und erfolgreich durchgeführt wurden. Als Mitpaddler auf dem vorderen Sitz bei der 24. Tidenrallye hatte sich Dr. Krause anlässlich einer auf 40 Kilometer „gestreckten“ Blocklandrunde im letzten September bestens empfohlen. Vorher hatte ich ihn auf einer Kennenlern-Paddel-Tagestour begleitet, und schon dabei war mir sein Talent positiv aufgefallen. Zwischen diesen beiden Ausflügen in die Welt des Kanusports lag noch ein seinem Bericht nach beschaulich unangestrengter Paddelurlaub in Mecklenburg mit ihm nahe stehenden Menschen, und das waren dann auch schon seine gesamten Vorerfahrungen, weil ein Training vor dem „Ernstfall“ Tidenrallye nicht zustande kam. Dr. Krause hatte auf mein im Frühjahr gemachtes Angebot, gemeinsam die Tidenrallye zu fahren, nur gesagt: „ich bin dabei“. Die weniger ermutigenden Kommentare von Lebensgefährtin und Familie mögen etwa so gelautet haben „Mit einem Faltboot zusammen mit den großen Pötten auf der Unterweser? Das ist doch verrückt“ und „Das ist doch bestimmt nicht ungefährlich. Lass' das doch sein, Du schaffst das sowieso nicht“. Die Zweifler und Unker hatten ihn aber von seiner Zusage nicht abgebracht.

Beim WSV Nordenham.

TIAO hatte ich bei strahlendem Sonnenschein und mäßigem Wind aus Ost als Riesen-Einer auf eigenem Kiel nach Großensiel gebracht und dabei den charmanten Campingplatz auf Harriersand, Deutschlands größter Flussinsel, kennen gelernt. Am Freitagmittag war aus dem Riesen-Einer der Reise-Zweier geworden, und dann wurde der WSV Nordenham aufgesucht. Der Empfang dort war herzlich, die kleine Zeltstadt bot etliches Sehenswertes und, natürlich, eine breite Palette Bootstypen. Sogar zwei andere Faltboote, Einer, konnte ich entdecken. Das Wiedersehen mit guten Bekannten ließ den Nachmittag ruckzuck

vergehen. Der Abend klang mit Grillwurst zu Gurke kulinarisch, und einem rundherum sehr gut gemachten Film vom Paddeln auf Störtebeker's Spuren in den Boddengewässern der Ostsee kulturell aus.

Am Samstagmorgen galt das allgemeine Interesse dem Wind:

hatte er etwa gedreht, und wie stark blies er?

Er hatte nicht gedreht und blies mit 15 Knoten mir für das Frühstück im Freien zu stark. Gleich danach machten sich die ersten Paddler mit ihren Booten auf den Weg zum Startplatz. Zurück blieb, neben anderem, ein dekorativ auf den Rasen gestellter hölzerner Rolltisch mit gehäkelter Decke darauf. Ob den jemand fotografieren sollte? Um 11.00 Uhr traf Dr. Krause bester Stimmung, voll auf sein Durchhalte- und physisches Erinnerungsvermögen bauend, und trotz Anreise mit der Bahn pünktlich ein.

Am Yachthafen Großensiel.

Auf der Wiese vor dem Klubhaus herrschte fast schon professionelle Geschäftigkeit: überall Kanus, die noch im Gras liegend beladen, oder bereits auf Bootswagen zu den Schwimmstegen geschoben wurden. Aber nicht nur die Teilnehmer waren dort. Reporter der regionalen Presse fotografierten und interviewten, denn die Weser-Tidenrallye bringt als international ausgeschriebene Veranstaltung nicht nur Paddler aus ganz Deutschland nach Nordenham, sondern diesmal kamen sie auch aus den Niederlanden und sogar der Ukraine. Zuschauer gab es nur etwas weniger als die 340 gemeldeten Teilnehmer: mal gelassen, mal besorgt dreinblickende Dickschiffkapitäne, über deren Schwimmstege die ersten Boote zu jan 24 b2Wasser kamen, Schaulustige aus der näheren Umgebung, sowie etliche das Geschehen engagiert verfolgende Familien, Freunde und Vereinskameraden der Aktiven. Wir wurden von meinem Vereinskameraden Andreas und seiner auch paddelnden Lebensgefährtin Jessica überrascht; ihre gemeinsame Freizeit reichte diesmal nicht fürs Mitfahren. Schon Augenblicke später erwies sich Jessica als Glücksfee des Tages: wer weiß, ob ohne ihre tatkräftige Hilfe das Boot überhaupt heil ins Wasser gefunden hätte? Auf den trotz aller uns umgebenden Fröhlichkeit vorhandenen Ernst der Lage wiesen dann die Lautsprecherdurchsagen des Organisationsteams hin: „Die Rettungswesten sind unbedingt zu tragen“ und „Der Wind kommt aus Ost, die Geschwindigkeit beträgt 22 Knoten“. Das Mitführen einer Rettungsweste ist eine, das Anlegen derselben kann aber eine ganz andere und gar nicht einfache Sache sein; das führte uns ein der Sprache nach: Berliner eindrücklich vor. So war ich auf die prompt folgenden Fragen von Dr. Krause, der „so ein Ding“ zum ersten Mal anlegen musste, schon gut vorbereitet.

Noch eine Stunde bis zum Start.

Der Hafen füllte sich mit, wie es die Ausschreibung verlangt, muskelkraftgetriebenen Booten. Was haben wir gesehen? Überwiegend schmale Seekajaks, aber auch bewährte Wanderboote, in beiden Kategorien deutlich mehr Einer als Zweier vertreten, einen Rennzweier, ferner ein Ruderboot, einen offenen Canadier, drei Faltboot-Einer und von den motorisierten Begleitbooten die mit dem geringsten Tiefgang. Dazwischen patrouillierte das Schlauchboot der Wasserschutzpolizei, vermutlich zur Kontrolle der angelegten Rettungswesten.

jan 24 b3Menschen in den Booten gab's natürlich auch zu sehen: mehr ältere als jüngere oder gar junge, bemerkenswert viele Damen in allen Altersgruppen, etliche in Einern. Paddeln – ein Damensport? Vielleicht, denn insbesondere das Wanderpaddeln bezieht einen seiner vielen Reize bekanntlich aus der Sanftheit der Bewegung. Dass die Damen, wenn nötig, auch ganz anders können, sollten wir bald sehen. Der den zu erwartenden Bedingungen auf der Weser geschuldete Paddeldress lässt zwar nur wenig Spielraum für modische Eleganz, aber, das muss hier mal hingeschrieben werden, die gesamte Damenwelt trat mit so schick präsentierten Kopfbedeckungen auf, dass mir das Hingucken eine Freude war.

Und wie sahen die Herren aus? Darauf zu achten habe ich vergessen. Nicht aber auf das probeweise korrekte Schließen der „Wander“-Spritzdecke, denn das ist beim Faltboot ja anders als bei Feststoffbooten mit Einzelluken. Manche Faltbootkameraden behaupten: die Spritzdecke richtig dicht zu bekommen ist Kunst, aber soweit möchte ich nicht gehen. Im windgeschützten Hafen bei inzwischen praller Mittagssonne „bloß zum Üben“ eine schwarze Spritzdecke korrekt zu schließen erforderte schon ein gewisses Maß Charakterstärke – und Dr. Krause bewies sie. Danach haben wir sie aber gleich wieder aufgemacht. Die letzte Viertelstunde verbrachten wir plaudernd mit Traute und Günter, die ich bei einer Reise auf Havel und Elbe getroffen hatte. Schon da waren sie mir durch ihre überaus flotte Fahrweise aufgefallen, und so wunderte mich der GPS-Empfänger auf Traute's schlankem Seekajak ebenso wenig wie das von ihr benutzte Rennpaddel. Darauf von mir angesprochen, sagte sie fröhlich lachend: „Bloß um mal zu sehen, wie schnell wir sind.“  Sie nahm die Tidenrallye also mehr von der sportlichen Seite. Wie schnell müssten wir sein? Mindestens siebeneinhalb Kilometer pro Stunde Durchschnittsgeschwindigkeit sind zu halten, um pünktlich zum Gezeitenwechsel im Goldziel einzutreffen, wusste ich, aber besser sind acht, weil da mehr von der Gezeitenströmung profitiert werden kann.  Schneller fahren, damit es leichter geht? Genau. Des Rätsels Lösung liegt in der Zwölfer-Regel, der zufolge der Gezeitenstrom im Zwölftel-Rhythmus zunächst zu- und dann wieder abnimmt. Und wie wird man schnell mit dem Paddelboot? Viel weniger durch Armkraft als durch den geschickten Einsatz der Rumpfmuskulatur, ja des ganzen Körpers. „Sauber paddeln muss man lernen, schnell fahren kommt dann von allein“ hatte ich mal einen Trainer auf der oberen Elbe in schönstem sächsisch sagen hören, und ich nahm mir vor, meinen Mitpaddler dahingehend kräftig zu unterstützen. Dann kam auch schon die auf unserer Position nicht zu verstehende Ansprache des LKV-Präsidenten Norbert Köhler mit der verlesenen Grußbotschaft von Willi Lemke und wir schlossen die Spritzdecke.

Es geht los!

jan 24 b4Den Startschuss haben wir nicht gehört, aber plötzlich geriet alles um uns herum in Bewegung. Traute und Günter waren ruckzuck verschwunden, wir reihten uns unter Ansage des Paddeltaktes (von mir) in die vielköpfige Schlange der zur Weser bewegten Boote ein. Unbedingt erwähnenswert: ich sah weder Gedrängel noch Kollisionen; jede und jeder fuhr schnell und rücksichtsvoll. Wenn es das mal auf der Straße gäbe! Der Empfang durch die Weser war, zurückhaltend formuliert, sehr spritzig. Der Wind schickte Wellen gegen, auf und über die Boote hinweg; eine oder zwei besonders eifrige kamen sogar gucken, was sich in unserem Boot befände – vielleicht wollten sie aber auch nur mitgenommen werden. Dr. Krause paddelte weiter im noch für einige Minuten angesagten Takt, war anfangs so konzentriert, dass er jeden Paddelschlag mit dem Oberkörper unterstützte und den jeweils oberen Arm mit Druck korrekt streckte. Wenn er das bei diesem Tempo durchhält, dachte ich, brauchen wir weniger als fünfeinhalb Stunden, und lenkte meine Aufmerksamkeit zufrieden auf das sich bietende Bild.

jan 24 b5In der Ferne verschwand bereits die Spitzengruppe, gefolgt von der auf und ab schaukelnden Kette der Boote mit den auf beiden Seiten neben den Paddlerinnen und Paddlern auftauchenden und verschwindenden Paddelblättern. Als mein Paddel zum ersten Mal mit dem meines Vordermannes kollidierte, hatten wir Takt und Tempo verloren. Jetzt sah ich, dass um uns herum nicht alle Teilnehmer routiniert paddelten: manche der jüngeren setzten vor allem auf Armkraft und boten Dr. Krause so das denkbar schlechteste Beispiel. Der hatte sich prompt davon anstecken lassen, und so mahnte ich wieder zu mehr Bewegungsdisziplin. Das Kernkraftwerk Esenshamm am rechten Ufer kam allmählich näher, wurde passiert und hinter uns gelassen. Nächster Orientierungspunkt war der gelbe Radarturm bei Sandstedt, am linken Ufer gelegen. Dann kamen auch schon bald die Ober- und Unterfeuer auf der Nordspitze der Insel Harriersand in Sicht, wenig später der dortige Fähranleger. Bevor wir die Hafenanlagen von Brake erreichten, war noch die erste Begegnung mit den von einem Küstenmotorschiff geschickten Wellen zu bestehen. Auch das war neu für Dr. Krause. Schien ihm das gefährlich? Zumindest wurden einige Paddelschläge zögerlich geführt, damit das Boot gebremst, so dass ich Mühe hatte, es auf sicherem Kurs zu halten. Dann hatten wir das erste Drittel der Gesamtstrecke geschafft und ich guckte zur Uhr: Pause? Pause. Aber nur kurz und abwechselnd. Als wir von der mit Zuschauern gefüllten Uferpromenade gesehen werden konnten, paddelten wir schon wieder. Etliche winkten herüber. Ein blonder Engel tat sich besonders eifrig hervor und ich glaubte, meinen Ohren nicht zu trauen: Rief da jemand meinen Namen? Tatsächlich! Es war, wie ich später erfuhr, Jessica, unsere Glücksfee. Erkannt habe ich sie aus der Entfernung nicht, aber ihr Einsatz wirkte. Auch –oder vor allem?– auf meinen Vordermann, der nun wieder einige Zeit sehr diszipliniert paddelte. Zudem hatte der Wind soweit nachgelassen, dass die Strecke bis zur Fähre Farge–Berne bei fast schon Kaffeefahrtbedingungen zurückgelegt werden konnte. Wir passierten zahlreiche am rechten Ufer gelegene Campingplätze, winkende Kinder, Kanutinnen und Kanuten, die sich am Strand die Beine vertraten –das waren die ganz Schnellen–, dann die Huntemündung.

So kamen wir zum Elsflether Sand, der bei den hiesigen Kanuten als „Käseinsel“ bekannt ist. Da konnte ich von früheren Fahrten mit und ohne bestandene Aben-teuer erzählen, und als der Bunker Valentin als grauer Klotz am linken Ufer auftauchte, berichtete Dr. Krause von einer dort erlebten, beeindruckenden Theateraufführung. Kurz vor der Fähre wurden wir schon von Jessica und Andreas erwartet, begrüßt und wieder angefeuert. Es tat gut, sich so begleitet zu wissen.

jan 24 b6Zum Silberziel?

Ich hatte vorher beiläufig erwähnt, dass dort, am rechten Ufer, noch bei der letzten Tidenrallye das Silberziel war. Das war gar nicht klug, denn ich spürte, dass mein Mitpaddler nun ernsthaft zu überlegen begann, ob denn das Erreichen des Silberziels beim nun schon nahen KC Rönnebeck nicht Ehre genug wäre? Da galt es einzugreifen. Es wäre, ließ ich ihn wissen, die schlimmste Niederlage, weitaus schlimmer als vom Besenboot aufgelesen zu werden, ja schlimmer noch als gemeinsam erlittener Schiffbruch, hätten sich doch Zweifler und Unker im Grundsatz bestätigt gesehen. Da hülfe dann auch kein noch so entschieden vorgebrachtes „Aber wir haben doch das Silberziel erreicht!“ Und außerdem wären wir für die Goldstrecke gemeldet. Beides zusammen genommen wirkte. So konnte ich guten Gewissens „Gold!“ rufen, als wir von einem im Strom liegenden Begleitboot per Megaphon nach unserem Ziel gefragt wurden.

Weiter geht's!

jan 24 b7Mein Mitpaddler sah nur ein- oder zweimal zum KCR hinüber, dann wurde unsere Aufmerksamkeit wieder aufs Paddeln gelenkt. Denn nun gab es mehr Wind und, zwischen den von mit Spundwänden gefassten Industrieanlagen plötzlich auch Wellen. Am rechten Ufer lagen Werften für Frachter, Rettungsboote und Luxusyachten mit Neubauten davor, am linken, dort wo bis vor wenigen Jahren noch die Industriearchitektur des neunzehnten Jahrhunderts an den Gebäuden der Bremer Wollkämmerei zu bewundern war, standen nun Gewächshäuser. An die frühere Vulkan-Werft erinnerte nur noch die verblassende Beschriftung eines Krans; von den Docks und Hallen grüßte nun der Lürssen-Dreizack, und bald war von Vegesack auch schon mehr als nur das Hochhaus Grohner Düne zu sehen. Weiter ging es, Paddelschlag um Paddelschlag. Gelegentlich kamen wir noch aus dem Takt, fanden aber rasch wieder hinein. Von zwei rechts vertäuten Fregatten guckten die Wachmannschaften interessiert auf das Treiben: „So viele Paddler haben die in ihrem ganzen Leben bestimmt noch nicht auf einmal zu sehen bekommen“.  Dann waren wir auch schon bei den gleichzeitig von beiden Ufern abfahrenden Fähren zwischen Vegesack und Lemwerder angekommen und konnten zwischen zwei Fährschiffen glatt in die Lesummündung einfahren.

Die letzten fünf Kilometer.

jan 24 b8Sie wurden nicht lang, denn nun gab es wieder viel zu sehen: die Bootstankstelle, das Lesum-Sturmflutsperrwerk, einen im Strom vor Anker liegenden Fischkutter, die wie Perlen an einer Schnur an den Schwimmstegen vertäuten Segel- und Motoryachten und, vielleicht hatte mein Mitpaddler auch dafür einen Blick, die schön gelegenen Villen und den Park am linken Ufer. Die Gewissheit, dass wir uns, nun durch nichts mehr aufzuhalten, mit jedem Paddelschlag dem Ziel näherten, setzte bei Dr. Krause ungeahnte Energiereserven frei. Ich glaube, er war davon selbst überrascht. Erst als er sich der aus dem Verborgenen aufgetauchten neuen Kräfte wirklich sicher war, wünschte er sich die Ansage des letzten Kilometers für den Endspurt. Das erschien mir dann aber doch zu hoch gegriffen, und so wartete ich, bis der Anleger von TURA in etwa dreihundert Meter Entfernung zu sehen war. Dann aber gaben wir noch soviel Druck auf die Paddelblätter, dass wir bis auf die Rampe neben dem Schwimmsteg fuhren.

Am Ziel.

Korrekt muss es natürlich heißen: am Goldziel. Geschafft! Nach genau fünfeinhalb Stunden, mit acht Kilometern pro Stunde Durchschnittsgeschwindigkeit.

Allen Zweifeln, aller Unkerei zum Trotz. Mit einem Faltboot-Zweier, der um etliche Zentimeter breiter ist als Feststoffboote gleicher Länge. Wer kann schon von sich sagen, bei der vierten Paddeltour seines Lebens gleich eine Goldmedaille errungen zu haben? Dr. Krause, etwa halb so alt wie ich. Ich gratulierte.

Er war jetzt doch etwas erschöpft, brauchte einen Moment, um sich zu sammeln. Dann ging es zur Urkunden- und Medaillenausgabe. Ich ließ es mir nicht nehmen, ihm die Goldmedaille um den Hals zu hängen. Als er Worte fand, etwas später, am Tisch mit einigen anderen Paddlern, sagte er:

„Die Tidenrallye ist mehr als ein Erlebnis, sie ist eine Erfahrung.

Eben dafür, glaube ich, wurde die Tidenrallye geschaffen.“ (Dr. Krause am 24.05.2008)

Was Dr. Krause am Samstag nach Himmelfahrt des Jahresjan 24 b9 2010 machen wird, wüsste ich gern jetzt schon. Sollte er mich aber fragen, was ich dann mache:

er hat, wenn er will, den Platz vorn in TIAO schon sicher.

Vielleicht sehen wir ihn dann aber auch im eigenen Boot?

Peter-Josef SchünemAnN (JAN)
Fesenfeld 72, 28203 Bremen

Fotos von: Seite 3 o: Werner Born, Seite 1 o, 3 u, 4 u: Norbert Köhler, Seite 4 o: Marco Laging, Seite 2 o: Hans-Jürgen Otten, Seite 2 u, 5 o: Ronlad Schnor und Seite 5 u: JAN