Einmal um die Welt und noch weiter

rund-welt-k 1964 begann alles in einem Faltboot. Mittlerweile ist Detlev Kalter längst mit dem Seekajak in der Welt unterwegs. Ostfriesische Inseln, norwegische Lofoten – alles hat der Bremer bereits auf dem Seeweg erkundet. Hinzu kommen Touren durch Venedig und an der Küste der Bretagne entlang. Über 40 000 Kilometer stehen in Kalters Fahrtenbuch. Eine Distanz, für die der Kanuwanderer eine besondere Auszeichnung erhalten hat: Das Globus-Abzeichen des Deutschen Kanu-Verbandes.

 

 

Kanuwanderer Detlev Kalter erpaddelt sich Globus-Abzeichen
– und nach über 40 000 Kilometern ist kein Ende in Sicht

VON RAINER JÜTTNER
Bremen. Die erste Eintragung im schon leicht angestaubten Fahrtenbuch stammt vom 1. März 1992. Borgfelder Brücke und zurück lautete das Premierenziel von Detlev Kalter. Klingt nicht sonderlich spektakulär, doch für ihn war es der Beginn einer großen Leidenschaft: dem Kanuwandern. Exakt 610,7 Kilometer legte er in seinem ersten Jahr zurück, eine Strecke, über die er heute nur noch milde lächelt. Mittlerweile bewegt der Bremer seit über 22 Jahren sein Kajak über die Wasserstraßen dieser Welt – inzwischen hat er unseren Erdball sogar theoretisch einmal an seiner dicksten Stelle umrundet. 40 590 Kilometer standen am Jahresende in seinem x-ten Fahrtenbuch.
Eine Distanz, die man nicht mal eben so herunterreißt, die Detlev Kalter aber auf jeden Fall eine ganz besondere Auszeichnung bescherte. Er ist einer der wenigen Bremer, die sich fortan mit dem Globus-Abzeichen des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) schmücken dürfen.
Die Distanzen, die in seinem Fahrtenbuch dokumentiert sind, verlangen Respekt ab. 3748 Kilometer stehen dort für das Jahr 2013. „Das war eher nicht so gut, weil es im Frühjahr sehr kühl war“, erklärt Kalter. Besser lief es da schon 2012 mit 3913 Kilometern, aber das laufende Jahr dürfte wohl sein bislang ertragreichstes werden. Bis Juni waren bereits Fahrten über 3000 Kilometer verzeichnet. „Die Saison läuft bis zum 30. September, da kann also noch einiges zusammenkommen“, weiß Kalter.

rund-welt-3

Neben der Weite des Meeres, der Ruhe und dem Dahingleiten schätzt Detlev Kalter (rechts) den ganz besonderen Blickwinkel vom Wasser aus.FOTOS: FR

Doch dem 63-Jährigen ging es nie nur um das Kilometerfressen. „Wenn man mit dem Seekajak beim Tourensport unterwegs ist, geht es für mich natürlich immer auch um das pure Naturerlebnis“, sagt Kalter. Und davon hat er mittlerweile eine ganze Menge in seinen Erinnerungen. Ob vor der Küste der Bretagne, rund um die norwegischen Lofoten, rüber zu allen ostfriesischen Inseln oder einfach mal eben wieder auf der Weser – alles dient dem Erleben inmitten der Natur. Und eröffnet im wahrsten Sinne des Wortes ganz neue Perspektiven. „Vom Boot aus gesehen, nur knapp über der Wasseroberfläche, sieht man plötzlich alles aus einem ganz anderen Blickwinkel“, sagt der erfahrene Tourenleiter der Bremer Kanuwanderer.
Detlev Kalter profitierte beim Einstieg ins Kanuwandern von seinen Rennsport-Erfahrungen. 1964 begann alles noch in einem Faltboot, später ging es für den WSV Verden in den Rennkajak. „Das war in ganz schmalen Booten auf ruhigem Flachwasser, also ein rein athletischer Vergleich“, sagt er. 1985 flaute seine Lust auf rein sportliche Auseinandersetzungen ab, auch wenn er bis Mitte der Neunzigerjahre immer noch sporadisch auf den Übungsstrecken der Oker aufs Wildwasser ging – bis er dann bei den Kanuwanderern – ab 1987 mit dem Seekajak – zu seiner wahren Bestimmung fand.
Dieses Gefühl für das Boot, das er sich während seiner Rennsportzeit holte – und nicht zuletzt das Beherrschen der Eskimorolle aus dem Wildwassersport – helfen Detlev Kalter aber auch bei seinen Fahrten auf dem offenen Meer. „Das Seekajak erscheint auf den ersten Blick schon ziemlich kippelig zu sein, doch letztlich ist das wie beim Fahrradfahren. Am besten ist beides mit mittlerer Geschwindigkeit am sichersten“, erklärt er.
Apropos: Sicherheit ist eines der Lieblingsthemen von Detlev Kalter. Denn natürlich kann das Fahren auf dem offenen Meer, etwa 20 Kilometer von der Küste entfernt, auch Risiken mit sich bringen. Doch darauf bereitet sich Kalter intensiv vor. „Ich bin kein Hasardeur, ich will gesund zurückkehren“, lautet seine Devise. Dazu dient erstens eine gute Ausrüstung wie Seenotsignalmittel, UKW-Handfunkgerät, Neopren- oder Trockenanzüge als Kälteschutz und ein Schleppgeschirr für den Notfall. Zweitens sind dazu natürlich auch die vielen Übungen, wie zum Beispiel zum Wiedereinsteigen bei einer Kenterung, grundlegende Voraussetzungen.
„Einfach mal eben auf dem offenen Meer oder Fluss lospaddeln, geht nicht“, sagt Detlev Kalter. „Da muss mann langsam herangeführt werden. Bis zur ersten richtigen Tour auf See sollte man schon über zwei bis drei Jahre Erfahrung verfügen. Und auch dann niemals alleine, sondern am besten mit drei bis vier Leuten“, sagt Kalter. Drittens darf das Thema Wetterkunde nicht vernachlässigt werden. „Wenn es das Wetter neunmal nicht zulässt, muss man auch so stark sein und sagen können: Gut, heute gehe ich nicht raus. Ansonsten kann es in solchen Situationen schon gefährlich werden.“
Die Faszination, sich immer wieder neue Gebiete zu erpaddeln, lässt Detlev Kalter aber mit wachen Augen durch die Welt gleiten. Die Weser gleich um die Ecke und die Nordsee gehören zwar zu seinen Stammrevieren, aber Kalter schafft es auch immer wieder, sich ganz neue Reviere zu erschließen. „Selbstverständlich will ich dann keine weißen Flecken vorfinden, also informiere ich mich immer intensiv und ausführlich über meine Reiseziele und die jeweiligen Reviere.“
Sein jüngster Trip führte Kalter nach Venedig, demnächst geht es in die schwedischen Ost- und Westschären. Weitere 250 bis 300 Kilometer mehr werden danach das Fahrtenbuch füllen. „Letztlich hat aber jede Tour ihre besondere Schönheit“, weiß Detlev Kalter. Wie kürzlich zum Beispiel auf dem Wurster Arm, rund 15 Kilometer von der Nordseeküste entfernt, als Kalter und seine Gruppe ein ordentliches Stück von sechs verspielten Schweinswalen begleitet wurden.
„Das sind für mich dann die ganz besonderen Momente“, sagt Kalter. Wer mal dieses Gefühl für dieses pure, fast lautlose Gleiten auf dem Wasser in einem wackeligen Boot nachvollziehen will, der muss einfach mal Detlev Kalter bei seiner Lieblingsbeschäftigung zuschauen. Denn wenn er nicht gerade mal wieder irgendwo vor fremden Küsten unterwegs ist, dann trifft man ihn vielleicht auf der Weser – gerade mal eben wieder dahin, wo alles begann – zur Borgfelder Brücke. 

rund-welt-2

Seltene Begleiter: Schweinswale an der Wesermündung.

Quelle: Stadteilkurier- Beilage zum Weser-Kurier vom 7.9.2014

6
7.
SEPTEMBER
2014
SONNTAG
Stadtteil-Sport
VON
MAXIMILIAN
KAMP
Bremen.
Der
mehrfache
deutsche
Meister
Thomas
„Shorty“
Seyler
sollte
Recht
behal-
ten:
„Hier
beim
Roland-Cup
kann
jeder
ge-
winnen
–v
or
allem
auf
Alexander
Patz
muss
man
aufpassen“.
Bei
dem
Steeldarts-
Turnier
in
der
vergangenen
Woche
im
Kie-
penkerl
setzte
sich
am
Ende
tatsächlich
der
26
Jahre
alte
Patz
durch.
Unter
den
90
Teil-
nehmern
befanden
sich
die
deutschen
Spit-
zenspieler
Shorty
Seyler,
Andree
Welge
und
Jihan
Artut.
Auch
die
berühmteste
Darts-Stimme
Deutschlands,
Elmar
Paulke,
war
bei
dem
Turnier
anwesend.
Dass
es
überhaupt
möglich
war,
die
größ-
ten
Namen
der
deutschen
Szene
nach
Bre-
men
zu
locken,
hatte
mehrere
Gründe.
Einer
davon
waren
die
Organisatoren
des
Events:
das
Ehepaar
Schmidt.
Auf
Turnie-
ren
ihres
Mannes
Michael,
nutzte
Nada
die
Möglichkeit
Kontakte
mit
dem
größten
Ver-
band,
der
Professional
Darts
Corporation
(PDC),
zu
knüpfen.
Die
PDC
spendierte
ein
Ticket
zu
einem
Qualifikationsturnier,
wel-
ches
der
Hauptpreis
beim
Bremer
Roland-
Cup
war.
Zwei
weitere
Tickets
wurden
von
Nada
und
Michael
selbst,
sowie
von
den
Gaststät-
ten
des
Bremer
Darts-Verband
(HBDV):
Kiepenkerl,
Druide,
Nostalgie,
Alte
Wüm-
meschleuse,
Anna’s
Welt,
Frensenstube,
Halber
Mond
und
Teddy’s
Pilsstube
bereit-
gestellt.
Ein
weiterer
Grund
für
das
Stell-
dichein
der
besten
Darts-Spieler
Deutsch-
lands
war,
dass
Bremen
als
Hochburg
für
den
Darts-Sport
gilt.
„B
re
me
ni
st
das
Stoke-on-Trent
Deutsch-
lands“,
sagt
Shorty
Seyler.
Stoke
ist
die
Hei-
matstadt
von
vielen
Darts-Profis
aus
Eng-
land
–z
um
Beispiel
Adrian
Lewis
und
Phil
Taylor.
Aus
Bremen
kommen
Welge,
Artut
und
Seyler,
die
in
den
letzten
Jahren
auch
im
Fernsehen
zu
sehen
waren,
bei
den
gro-
ßen
Turnieren
der
PDC.
Dadurch
kam
die
Beziehung
von
Elmar
Paulke
zur
Hanse-
stadt
zustande,
der
die
Spieler
als
Kommen-
tator
begleitet.
„Darts
ist
bodenständig.
Auch
die
ganz
großen
Spieler
sind
Stars
zum
anfassen“,
sagt
Paulke.
So
wie
die
Stars
aus
Bremen.
Zwischen
den
Partien
des
Turniers
schrieben
Seyler
und
Artut
Autogramme
und
schossen
Fotos
mit
ihren
Kontrahenten,
die
zum
Teil
aus
Bayern
und
Luxemburg
in
die
Vahr
ka-
men..
„Die
Darts-Szene
ist
wie
eine
große
Familie.
Nur
am
Board,
da
sind
wir
alle
Kon-
kurrenten“,
sagt
Seyler,
der
wusste,
dass
es
beim
Roland-Cup
um
viel
ging.
Denn
nicht
nur
die
Tickets
für
das
Quali-
Turnier
und
die
Preisgelder
zählten:
„Wenn
man
in
Bremen
ein
Turnier
ge-
winnt,
dann
bedeutet
das
schon
etwas
und
die
Szene
horcht
auf“,
sagt
der
gebürtige
Bremerhavener
Seyler.
Gespielt
wurde
der
Modus
501
Double-
Out.
Derjenige,
der
zuerst
drei
Spiele
für
sich
entschied,
gewann
die
Partie.
Außer-
dem
gab
es
den
Doppel-K.o-Modus.
Das
heißt:
Ein
Spieler
scheidet
erst
aus,
wenn
er
zweimal
unterliegt.
Dieser
Modus
kam
dem
späteren
Turnier-
sieger
Alexander
Patz
vom
DC
Vegesack
zu
Gute.
In
der
dritten
Runde
verlor
Patz
gegen
Seyler,
blieb
danach
aber
ungeschla-
gen.
Im
Finale
traf
er
wiederum
auf
Seyler,
und
dieses
Mal
entschied
Nachwuchshof-
fung
Patz
das
Duell
für
sich
und
sicherte
sich
somit
den
Turniersieg.
Patz
darf
nun
beim
in
Aussicht
gestellten
PDC-Qualifika-
tionsturnier
teilnehmen.
Sein
Ziel
hatte
Patz
bereits
vor
dem
Tur-
nier
formuliert:
„Ich
bin
gekommen,
um
zu
siegen.“
Das
machte
er
wahr.
Die
weiteren
Gewinner
eines
Tickets
beim
Roland
Cup
sind
Thomas
Vogt
und
Christian
Meyer.
Der
Zweitplatzierte
Seyler
erhält
kein
Ex-
tra-Ticket,
da
er
ohnehin
für
die
Turniere
der
PDC
qualifiziert
ist.
Alexander
Patz
sieht
sich
noch
nicht
am
Ende
seiner
Karriere:
„Ich
will
auf
einer
gro-
ßen
Bühne
spielen.“,
sagt
Patz.
Auf
einer
größeren
Bühne
als
im
Kiepenkerl
wird
Patz
im
Februar
stehen,
wenn
das
Qualifi-
kationsturnier
der
PDC
in
Hildesheim
statt-
findet.
1964
begann
alles
in
einem
Faltboot.
Mitt-
lerweile
ist
Detlev
Kalter
längst
mit
dem
Seekajak
in
der
Welt
unterwegs.
Ostfriesi-
sche
Inseln,
norwegische
Lofoten
–a
lles
hat
der
Bremer
bereits
auf
dem
Seeweg
er-
kundet.
Hinzu
kommen
Touren
durch
Ve-
nedig
und
an
der
Küste
der
Bretagne
ent-
lang.
Über
40
000
Kilometer
stehen
in
Kal-
ters
Fahrtenbuch.
Eine
Distanz,
für
die
der
Kanuwanderer
eine
besondere
Auszeich-
nung
erhalten
hat:
Das
Globus-Abzeichen
des
Deutschen
Kanu-Verbandes.
VON
RAINER
JÜTTNER
Bremen.
Die
erste
Eintragung
im
schon
leicht
angestaubten
Fahrtenbuch
stammt
vom
1.
März
1992.
Borgfelder
Brücke
und
zurück
lautete
das
Premierenziel
von
Det-
lev
Kalter.
Klingt
nicht
sonderlich
spektaku-
lär,
doch
für
ihn
war
es
der
Beginn
einer
großen
Leidenschaft:
dem
Kanuwandern.
Exakt
610,7
Kilometer
legte
er
in
seinem
ersten
Jahr
zurück,
eine
Strecke,
über
die
er
heute
nur
noch
milde
lächelt.
Mittler-
weile
bewegt
der
Bremer
seit
über
22
Jah-
ren
sein
Kajak
über
die
Wasserstraßen
die-
ser
Welt
–i
nzwischen
hat
er
unseren
Erd-
ball
sogar
theoretisch
einmal
an
seiner
dicksten
Stelle
umrundet.
40
590
Kilometer
standen
am
Jahresende
in
seinem
x-ten
Fahrtenbuch.
Eine
Distanz,
die
man
nicht
mal
eben
so
herunterreißt,
die
Detlev
Kalter
aber
auf
je-
den
Fall
eine
ganz
besondere
Auszeich-
nung
bescherte.
Er
ist
einer
der
wenigen
Bremer,
die
sich
fortan
mit
dem
Globus-Ab-
zeichen
des
Deutschen
Kanu-Verbandes
(DKV)
schmücken
dürfen.
Die
Distanzen,
die
in
seinem
Fahrten-
buch
dokumentiert
sind,
verlangen
Re-
spekt
ab.
3748
Kilometer
stehen
dort
für
das
Jahr
2013.
„Das
war
eher
nicht
so
gut,
weil
es
im
Frühjahr
sehr
kühl
war“,
erklärt
Kalter.
Besser
lief
es
da
schon
2012
mit
3913
Kilometern,
aber
das
laufende
Jahr
dürfte
wohl
sein
bislang
ertragreichstes
werden.
Bis
Juni
waren
bereits
Fahrten
über
3000
Kilometer
verzeichnet.
„Die
Sai-
son
läuft
bis
zum
30.
September,
da
kann
also
noch
einiges
zusammenkommen“,
weiß
Kalter.
Doch
dem
63-Jährigen
ging
es
nie
nur
um
das
Kilometerfressen.
„Wenn
man
mit
dem
Seekajak
beim
Tourensport
unter-
wegs
ist,
geht
es
für
mich
natürlich
immer
auch
um
das
pure
Naturerlebnis“,
sagt
Kal-
ter.
Und
davon
hat
er
mittlerweile
eine
ganze
Menge
in
seinen
Erinnerungen.
Ob
vor
der
Küste
der
Bretagne,
rund
um
die
norwegischen
Lofoten,
rüber
zu
allen
ost-
friesischen
Inseln
oder
einfach
mal
eben
wieder
auf
der
Weser
–a
lles
dient
dem
Erle-
ben
inmitten
der
Natur.
Und
eröffnet
im
wahrsten
Sinne
des
Wortes
ganz
neue
Per-
spektiven.
„Vom
Boot
aus
gesehen,
nur
knapp
über
der
Wasseroberfläche,
sieht
man
plötzlich
alles
aus
einem
ganz
ande-
ren
Blickwinkel“,
sagt
der
erfahrene
Tou-
renleiter
der
Bremer
Kanuwanderer.
Detlev
Kalter
profitierte
beim
Einstieg
ins
Kanuwandern
von
seinen
Rennsport-Er-
fahrungen.
1964
begann
alles
noch
in
einem
Faltboot,
später
ging
es
für
den
WSV
Verden
in
den
Rennkajak.
„Das
war
in
ganz
schmalen
Booten
auf
ruhigem
Flach-
wasser,
also
ein
rein
athletischer
Ver-
gleich“,
sagt
er.
1985
flaute
seine
Lust
auf
rein
sportliche
Auseinandersetzungen
ab,
auch
wenn
er
bis
Mitte
der
Neunzigerjahre
immer
noch
sporadisch
auf
den
Übungsstre-
cken
der
Oker
aufs
Wildwasser
ging
–b
is
er
dann
bei
den
Kanuwanderern
–a
b1
987
mit
dem
Seekajak
–z
us
einer
wahren
Be-
stimmung
fand.
Dieses
Gefühl
für
das
Boot,
das
er
sich
während
seiner
Rennsportzeit
holte
–u
nd
nicht
zuletzt
das
Beherrschen
der
Eskimo-
rolle
aus
dem
Wildwassersport
–h
elfen
Det-
lev
Kalter
aber
auch
bei
seinen
Fahrten
auf
dem
offenen
Meer.
„Das
Seekajak
er-
scheint
auf
den
ersten
Blick
schon
ziemlich
kippelig
zu
sein,
doch
letztlich
ist
das
wie
beim
Fahrradfahren.
Am
besten
ist
beides
mit
mittlerer
Geschwindigkeit
am
sichers-
ten“,
erklärt
er.
Apropos:
Sicherheit
ist
eines
der
Lieb-
lingsthemen
von
Detlev
Kalter.
Denn
natür-
lich
kann
das
Fahren
auf
dem
offenen
Meer,
etwa
20
Kilometer
von
der
Küste
ent-
fernt,
auch
Risiken
mit
sich
bringen.
Doch
darauf
bereitet
sich
Kalter
intensiv
vor.
„Ich
bin
kein
Hasardeur,
ich
will
gesund
zu-
rückkehren“,
lautet
seine
Devise.
Dazu
dient
erstens
eine
gute
Ausrüstung
wie
See-
notsignalmittel,
UKW-Handfunkgerät,
Neopren-
oder
Trockenanzüge
als
Kälte-
schutz
und
ein
Schleppgeschirr
für
den
Not-
fall.
Zweitens
sind
dazu
natürlich
auch
die
vielen
Übungen,
wie
zum
Beispiel
zum
Wie-
dereinsteigen
bei
einer
Kenterung,
grund-
legende
Voraussetzungen.
„Einfach
mal
eben
auf
dem
offenen
Meer
oder
Fluss
lospaddeln,
geht
nicht“,
sagt
Detlev
Kalter.
„Da
muss
mann
lang-
sam
herangeführt
werden.
Bis
zur
ersten
richtigen
Tour
auf
See
sollte
man
schon
über
zwei
bis
drei
Jahre
Erfahrung
verfü-
gen.
Und
auch
dann
niemals
alleine,
son-
dern
am
besten
mit
drei
bis
vier
Leuten“,
sagt
Kalter.
Drittens
darf
das
Thema
Wetter-
kunde
nicht
vernachlässigt
werden.
„Wenn
es
das
Wetter
neunmal
nicht
zu-
lässt,
muss
man
auch
so
stark
sein
und
sa-
gen
können:
Gut,
heute
gehe
ich
nicht
raus.
Ansonsten
kann
es
in
solchen
Situatio-
nen
schon
gefährlich
werden.“
Die
Faszination,
sich
immer
wieder
neue
Gebiete
zu
erpaddeln,
lässt
Detlev
Kalter
aber
mit
wachen
Augen
durch
die
Welt
glei-
ten.
Die
Weser
gleich
um
die
Ecke
und
die
Nordsee
gehören
zwar
zu
seinen
Stammre-
vieren,
aber
Kalter
schafft
es
auch
immer
wieder,
sich
ganz
neue
Reviere
zu
erschlie-
ßen.
„Selbstverständlich
will
ich
dann
keine
weißen
Flecken
vorfinden,
also
infor-
miere
ich
mich
immer
intensiv
und
ausführ-
lich
über
meine
Reiseziele
und
die
jeweili-
gen
Reviere.“
Sein
jüngster
Trip
führte
Kalter
nach
Ve-
nedig,
demnächst
geht
es
in
die
schwedi-
schen
Ost-
und
Westschären.
Weitere
250
bis
300
Kilometer
mehr
werden
danach
das
Fahrtenbuch
füllen.
„Letztlich
hat
aber
jede
Tour
ihre
besondere
Schönheit“,
weiß
Detlev
Kalter.
Wie
kürzlich
zum
Beispiel
auf
dem
Wurster
Arm,
rund
15
Kilometer
von
der
Nordseeküste
entfernt,
als
Kalter
und
seine
Gruppe
ein
ordentliches
Stück
von
sechs
verspielten
Schweinswalen
be-
gleitet
wurden.
„Das
sind
für
mich
dann
die
ganz
beson-
deren
Momente“,
sagt
Kalter.
Wer
mal
die-
ses
Gefühl
für
dieses
pure,
fast
lautlose
Gleiten
auf
dem
Wasser
in
einem
wackeli-
gen
Boot
nachvollziehen
will,
der
muss
ein-
fach
mal
Detlev
Kalter
bei
seiner
Lieblings-
beschäftigung
zuschauen.
Denn
wenn
er
nicht
gerade
mal
wieder
irgendwo
vor
frem-
den
Küsten
unterwegs
ist,
dann
trifft
man
ihn
vielleicht
auf
der
Weser
–g
erade
mal
eben
wieder
dahin,
wo
alles
begann
–z
ur
Borgfelder
Brücke.
Bremen.
Am
kommenden
Sonntag,
14.
Sep-
tember,
findet
der
25.
Bremer
Kindertag
des
Landesbetriebssportverbandes
Bre-
men
(LBSV)
statt.
Von
11
bis
18
Uhr
sind
unter
dem
Motto
„Kinder
stark
machen“
im
Bürgerpark
am
Marcusbrunnen
alle
Kin-
der
eingeladen
und
dürfen
auch
ihre
Eltern
und
Großeltern
mitbringen.
Über
100
Ver-
eine
und
Organisationen
aus
ganz
Deutsch-
land
mit
mehr
als
800
ehrenamtlichen
Kräf-
ten
werden
auf
dem
Kindertag
dabei
sein
und
den
Bürgerpark
in
eine
riesige
Spiel-
wiese
verwandeln.
Sportlich
wird
es
am
Hollersee
beim
Fi-
nallauf
der
bundesweiten
Benefizaktion
„Kinder
laufen
für
Kinder“
zugunsten
der
SOS-Kinderdörfer.
Das
Finale
der
bundes-
weiten
Aktion
findet
bereits
zum
siebten
Mal
in
Bremen
statt
und
ist
dieses
Jahr
erst-
mals
Teil
des
„Bremer
Kindertags“.
Alle
Kinder
aus
Bremen
und
Umgebung
sind
eingeladen,
sich
bei
„Kinder
laufen
für
Kin-
der“
anzumelden.
Rund
um
den
Hollersee
im
Bremer
Bürgerpark
drehen
die
Kleinen
ihre
Runden
zugunsten
der
guten
Sache.
Ab
9.30
Uhr
ist
die
Registrierung
der
Läufer
möglich.
Auch
Kurzentschlossene
können
sich
noch
vor
Ort
anmelden.
Der
Start-
schuss
fällt
bereits
vor
der
Eröffnung
des
„Bremer
Kindertages“
um
10
Uhr
am
Hol-
lersee.
Ganz
schön
weit
raus
geht
es
für
den
Bremer,
wenn
er
vor
den
Küsten
entlangpaddelt.
Unterlag
im
Finale:
Der
gebürtige
Bremer-
havener
Thomas
„Shorty“
Seyler
ist
mehrfacher
deut-
scher
Meister
und
arbeitet
als
TV-Ex-
perte
bei
internationa-
len
Darts-Events.
FOTO:
THORSTEN
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Neben
der
Weite
des
Meeres,
der
Ruhe
und
dem
Dahingleiten
schätzt
Detlev
Kalter
(rechts)
den
ganz
besonderen
Blickwinkel
vom
Wasser
aus.
FOTOS:
FR
Seltene
Begleiter:
Schweinswale
an
der
Weser-
mündung.
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Gröpelingen
(wk).
Bei
den
12.
internationa-
len
deutschen
Meisterschaften
im
Frauen-
boxen
holten
Dominika
Wolkowicz
Silber,
Sarah
Barten
und
Sabah
Moukdir
jeweils
Bronze.
Die
Tura-Boxerinnen
aus
Bremen,
die
für
den
BC
Verden
antreten,
gehörten
der
zehnköpfigen
Delegation
des
Nieder-
sächsischen
Boxsportverbandes
(NBSV)
in
Weißenburg/Bayern
an.
Durch
einen
ungefährdeten
3:0
Punkt-
richter-Sieg
gegen
Estella
Werner
aus
Sach-
sen-Anhalt
zog
Dominika
Wolkowicz
in
das
Finale
(Juniorinnen
54
Kilogramm)
ein.
Dort
versuchte
die
Turanerin,
nicht
in
die
Konter
ihrer
Dauerrivalin,
Ramona
Graeff
aus
Hessen,
zu
laufen.
In
einem
tollen
Kampf
hatte
Graeff
dann
doch
die
ein
oder
andere
Hand
mehr
im
Ziel
und
gewann
den
Titel.
„Dominika
Wolkowicz
macht
uns
mit
ihrer
Unbekümmertheit
und
ihrem
bescheidenen
Auftreten
sehr
viel
Freude.
Sie
entwickelt
sich
,step
by
step
weiter‘,
sie
ist
geduldig
und
wird
noch
einiges
im
Box-
sport
erreichen“,
schätzte
Tura-Trainer
Klaus
Becker
die
Leistung
seines
Schütz-
lings
ein.
Sabah
Moukdir
(Jugendklasse
69
Kilo-
gramm)
zeigte
sich
in
ihrem
ersten
Kampf
gegen
Natalia
Pawletko
aus
Nordrhein-
Westfalen
verhalten
und
recht
zögerlich
in
ihren
Aktionen.
Somit
baute
sie
ihre
Gegne-
rin
regelrecht
auf,
die
immer
selbstbewuss-
ter
wurde.
An
dem
Sieg
von
Pawletko
gab
es
nichts
zu
rütteln.
Die
Turanerin
blieb
unter
ihren
Möglichkeiten.
Sabah
Moukdir
bekam
gegen
die
EM-
Dritte,
Bineta
Hansen
aus
Schleswig-Hol-
stein
eine
weitere
Chance,
das
Finale
zu
er-
reichen.
Die
erste
Runde
zeigte
ein
Spiegel-
bild
ihres
ersten
Kampfes.
In
der
zweiten
Runde
steigerte
sich
die
Turanerin,
ab
Runde
drei
zeigte
sie
ihr
gesamtes
Können.
Mutig
und
entschlossen
griff
Sabah
Mouk-
dir
an
und
trieb
ihre
Gegnerin
durch
den
Ring.
Am
Ende
kam
die
Aufholjagd
jedoch
etwas
zu
spät,
Sabah
Moukdir
unterlag
knapp.
„Doch
auf
dieser
Leistung
lässt
sich
aufbauen“,
kommentierte
ihr
Trainer
Klaus
Becker.
Im
Kampf
von
Sarah
Barten
gegen
Ham-
rin
Gafar
aus
Nordrhein-Westfalen
zeigte
sich
ebenfalls
der
besondere
Charakter
einer
deutschen
Meisterschaft.
Die
Turane-
rin
begann
nervös,
bewegte
sich
aber
im-
mer
auf
Augenhöhe
mit
ihrer
Gegnerin.
Am
Ende
musste
sich
Sarah
Barten
knapp
geschlagen
geben.
Die
Titelkämpfe
haben
laut
Tura-Trainer
Becker
die
„unwahrscheinliche
Entwick-
lung
des
Frauenboxens“
gezeigt.
„Wir
wer-
den
bei
den
nächsten
Veranstaltungen
ver-
mehrt
an
den
Start
gehen,
um
weitere
Er-
fahrungen
zu
sammeln
und
versuchen,
er-
neut
am
Stützpunkt
in
Gifhorn
einige
Tage
zu
trainieren.
Die
Landestrainer
Hoppstock
und
Gratschow
haben
unseren
Boxerinnen
so
viel
mitgegeben,
dass
eine
klare
Leis-
tungssteigerung
zu
erkennen
war.“
Weitere
Informationen
über
das
Boxen
bei
Tura
Bremen
sind
im
Internet
unter
www.tura-bremen.de/boxen.html
erhält-
lich.
Medaillen
für
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DM-Silber
Durfte
sich
am
Ende
über
den
zweiten
Platz
bei
den
interna-
tionalen
deutschen
Meisterschaften
im
Boxen
freuen:
Turas
Dominika
Wolkowicz.
FOTO:
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