Ein Lilienthaler glänzt im Kanu

Von Marlo Mintel Lilienthal. Der 16-jährige Lilienthaler Ingo Freiling vom Verein für Kanusport Bremen hat bei den Norddeutschen Kanurennsportmeisterschaften in Hamburg seine ersten Erfolge eingefahren. Auf der Dove Elbe wurde er gleich dreifacher Titelträger. Damit qualifizierte sich der Nachwuchskanute automatisch für die Deutschen Meisterschaften vom 25. bis 29. August in Köln.

Dabei hatte sich Freiling erst vor einem Jahr für den Kanusport entschieden. "Er hat vorher aktiv Fußball gespielt. Doch dann hat er Probleme mit dem Knie bekommen", erinnert sich seine Trainerin Ranghild Oetken, die seit 1973 aktive A-Trainerin in Bremen ist. Nun macht es Ingo Freiling seinem Vater nach, der selbst früher aktiv Kanurennsport betrieben hatte.

Ingo Freiling besucht seit Januar die sportbetonte Schule Ronzelenstraße. "Nun kann er zweimal in der Woche am Dienstag und Donnerstag trainieren", berichtet Oetken. Zusammen mit seinem Vereinskollegen und Freund Malte Kelter geht er in die Oberstufe. Mit Kelter holte Freiling im Zweier über 1000 Meter und im Vierer - mit Moritz Meng und Marvin Stryga - über 200 und 500 Meter die Norddeutsche Meisterschaft. Im Kanu-Zweier über die 5000 Meter belegten die beiden Freunde einen beachtlichen zweiten Platz.

"Seine Stärken liegen auf den langen Distanzen. Vor allem über 1000 Meter", erklärt Oetken. "Ingo wird immer besser. Er arbeitet sich langsam an Malte heran, der sonst immer noch vor ihm lag." Insgesamt 16 bis 18 Stunden trainieren die Nachwuchskanuten in der Woche, vorwiegend auf dem Unisee, auf dem Kuhgraben oder im Winter auf der kleinen Wümme. "Es geht im Kanusport um Gleichgewicht und Athletik", erklärt Oetken. "Es ist eine Ausdauersportart. Wir schwimmen, gehen laufen, betreiben Gymnastik und trainieren viel mit Medizinbällen."

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 12.08.2010 

(Wümme-Zeitung Seite 8)