Neues aus Nordenham

Der WSV ist zum Yachthafen Großensiel umzogen!

Das ist vor allem für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Weser-Tidenrallyes von Interesse, und deshalb waren zur feierlichen Einweihung des neuen Bootshauses am 14. Mai 2011 außer den LKV-Präsidenten von Bremen und Niedersachsen auch Mitglieder des Tidenrallyeteams eingeladen. Zeit fanden Norbert Köhler, der Bremer LKV-Präsident mit seiner Gattin, der Ehrenpräsident des LKV Bremen, Werner Born, Volker Zimny, langjähriger Begleiter der Tidenrallye, schließlich ich und mein Begleiter, Herr B. Als noch junger und doch schon typischer Faltbootfahrer tut er sich schwer mit der Entscheidung für eine Vereinsmitgliedschaft, aber die Anreise nach Nordenham auf eigenem Kiel und das dort Erlebte scheinen mir auf fruchtbaren Boden gefallen.

Bei der feierlichen Einweihung des Bootshauses mit integriertem Vereinsheim wurden natürlich Reden gehalten, in denen einerseits die bemerkenswerten Leistungen von Vorstand und Mitgliedern zu Recht gewürdigt, und andererseits der so besondere Charakter des WSV, der Segler, Motorbootler und Kanuten unter einem Dach vereint, betont wurde. Die Beiträge des Bürgermeisters und des Vorsitzenden des Kreissportbundes gaben den ZuhörerInnen einen deutlichen Einblick in die Wechselbeziehungen von sportlicher, industrieller und politischer Infrastruktur in Nordenham. Und auch die eigentliche „Hauptperson“, der Nordenham letztlich seine Existenz verdankt, wurde mehrfach respektvoll erwähnt: die Weser. „Mit jeder Flut“, erfuhren wir, „schwemmt sie das eine oder andere in ihr Treibende an die Ufer - und manchmal ist auch Metall dabei“. So mag sie wohl auch ihren Beitrag zum neuen Heim des WSV geleistet haben.

An der abendlichen Party konnten Herr B. und ich wegen der Rückfahrt nicht teilnehmen, wurden aber mit schönen Stunden auf der wenig später ruhig dahin fließenden Weser belohnt. Kanusport ist eben Natursport.

Für die weiteren Tidenrallyes ist der neue Standort ein Gewinn; nicht zuletzt wird dadurch die Anfahrt auf eigenem Kiel deutlich attraktiver. Aber auch für Wanderfahrten im Bereich der unteren Unterweser ist der WSV Nordenham nun noch besser für mehrtägigen Aufenthalt geeignet.

Der Jollen- und Kanutensteg wurde ebenfalls teilweise erneuert, und dazu ist eine Anmerkung zu machen: Das Belagmaterial des Schwimmers ist sehr rau. Zu Wasser geht’s in gewohnter Weise mit dem Bootswagen. Soll's jedoch aus dem Wasser gehen, ist wohl zum Schutz der Boote für die ersten Meter eine mit Luft gefüllte Bootsrolle oder ein großer Fender dringend zu empfehlen.

JAN