"Jugendfahrt" Pfingsten zur Insel Poel

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Am Freitag Abend oder besser Samstag früh um 00:30 landet endlich das ersehnte Curry dampfend in den Tellern. Ein Tag im Auto und im Ferienstau ist vorbei, ein langes Wochenende im Boot und auf der Ostsee kann beginnen.

Mit insgesamt 27 Kanuten aus drei Bundesländern ist die Pfingstfahrt der Bremer Kanujugend dieses Jahr groß und tolerant gegenüber der Definition „Bremen“ ausgefallen. Die Idee auf der Ostsee zu paddeln hat so guten Anklang gefunden, dass sich gleich mehrere Exil-Bremer angeschlossen haben.

Am Samstag morgen war die Ostsee auch frei von Stau und nachdem die Vielzahl der Teilnehmer in Kleingruppen eingeteilt wurde, machten wir uns an die Überfahrt nach Wismar. Es galt ein Eis zu essen. Die Nervosität mancher Teilnehmer vor dem Übersetzen in der Bucht verflüchtigte sich schnell. Die Sicht war frei und die See für den ersten Tag perfekt glatt. Doch auch die wenige Schaukelei des ersten Tages führte bei einem Teilnehmer zu leichter Seekrankheit. Unser Glück war es, dass die Hansestadt an der Ostsee über exzellente Apotheken verfügt. So konnte die Fahrt mit einem guten Bauchgefühl fortgesetzt werden.

Nach anstrengender Fahrt gab es auch zeitiger etwas zu essen. Sonntags frischte der Wind auf drei Stärken auf und nachdem wir uns vier Kilometer gegen den Wind bis zur nördlichen Spitze Poels vorgekämpft hatten, verflog der Rest des Weges im Wechsel zwischen rauspaddeln und reinsurfen. Acht Kilometer waren noch nie so schnell zu Ende.

Der Wetterbericht sollte uns für den Montag vier bis fünf Windstärken androhen oder versprochen, da waren wir uns nicht sicher. Nach der Morgentoilette war die Ostsee aber doch der oft verpönte „Ententeich“, so konnten wir aber guten Gewissens zum Fischbrötchen essen, in den Hauptort paddeln und so unser langes Paddelwochenende in Ruhe ausklingen lassen.

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