Sicherheit auf dem Wasser

Plane-Schwimmwesten

  1. März 2011, 19.00 Uhr, bei TURA:

Interessanter Vortrag der Wasserschutzpolizei Bremen, Dienstgruppe Sportschifffahrt, zur Sicherheit auf dem Wasser.

Nach der Einführung, welche Gesetze und Verordnungen in welchen Bereichen der schiffbaren Gewässer gelten, erfuhren wir auch, wie mehrere an gleicher Stelle angebrachte Zeichen und Signale an Schifffahrtswegen zu lesen sind: von oben nach unten. Mit den unter dem obersten Schild angebrachten Detailinformationen löst sich dann das Rätsel der einander auf den ersten Blick zu widersprechen scheinenden Zeichen und Texte auf.

Für mich wieder mal ein Hinweis darauf, dass auf Wanderfahrt ein Fernglas auch im Kanu sinnvoll ist; wenn ich nämlich erst auf die Leseentfernung des unbewaffneten Auges an ein solches Schild heranfahren muss, kann ich leicht den anderen Verkehrsteilnehmern in den Weg kommen – und das gilt es aus den eindrucksvoll erklärten Gründen (toter Winkel, nutzbare Fahrwasserbreite etc) zu vermeiden.

„Lesen“ ist ein weiteres Stichwort. Es gibt außer Flussbeschreibungen, etwa den vom DKV herausgegebenen, auch ständig aktualisierte „Bekanntmachungen für die Schifffahrt“ der Wasser- und Schifffahrtsdirektionen, die vor Antritt der Fahrt unbedingt zu lesen sind.

Bremen15-500Auch der in nautischen Informationen zu lesende Begriff „unsichtiges Wetter“ wurde erklärt:

wenn die Sichtweite  weniger als 500 Meter beträgt, ist das Wetter „unsichtig“, „die Sicht schlecht“, und das bedeutet auf Schifffahrtsstraßen Fahrverbot für verantwortungs-bewusste Kanuten.

Damit ist ein weiterer Aspekt des Vortrags benannt: die Verantwortung  beim Kanusport. Für die oder den, die oder der allein unterwegs ist, gibt es da keine Zweifel, aber bereits vom Zweier an aufwärts muss ein Schiffsführer, und, daraus folgend, in jeder Gruppe ein Verantwortlicher, dessen Anweisungen zu folgen ist, bestimmt werden.

Von dort war es nur noch ein „Katzensprung“ zur angemessenen Ausrüstung von Boot und Kanute, die je nach zu befahrendem Gewässer sehr unterschiedlich ist.

Immer dabei: die Rettungsweste. Für Alleinfahrer gab es die ganz klare Empfehlung zur Rettungsweste mit 150 N Auftrieb, für Gruppen, in denen sich untereinander geholfen werden kann, mag die Schwimmhilfe mit 50 N Auftrieb ausreichen. Wichtig dabei: die Hinweise auf qualifizierte, regelmäßige Wartung und Grenznutzungsdauer (15 Jahre) von aufblasbaren Rettungswesten und das Mitführen von Ersatzpatrone und Zubehör. Dieses Thema wurde mit eindrucksvoller Demonstration des Aufblasens einer Rettungsweste beendet, und der Proband ließ uns wissen, dass sich dabei Kälte unangenehm bemerkbar macht. Auch dafür gilt:               gut zu wissen.

Ganz herzlichen Dank für den Vortrag und die brandneuen Infotafeln zu Sicht- und Schallzeichen auf und an Schifffahrtsstraßen!   Die gibt es dann auch für alle Teilnehmer der 26. Weser-Tidenrallye am 19. Mai 2012!

Jan