Kanu Freestyle

Kanusport einmal ganz anders

Die meisten Menschen denken beim Kanusport geht es nur geradeaus oder es werden längere Strecken zurückgelegt, aber Kanusport ist viel abwechslungsreicher. So gibt es viele unterschiedliche Sparten des Kanusports, eine davon ist Kanu-Freestyle.

Diese Form des Kanusports ist Ende der siebziger, Anfang der achtziger Jahre entstanden und hat sich seitdem stetig weiterentwickelt.

Freestyle 1

Zunächst ging es darum, die damals meist noch vier Meter langen Boote in Walzen, Wellen oder Rückläufen auf eine Spitze zu stellen (die so genannte Kerze). Heute absolvieren die Freestyler(*)Innen aufgrund ihrer guten Bootsbeherrschung, in ihren meist unter zwei Meter Booten, beeindruckende Saltos, Radschläge oder Pirouetten. Diese verschiedenen Figuren werden Moves genannt und eröffnen den Sportler(*)Innen ganz neue Aktionsmöglichkeiten.

Die unterschiedlichen Tricks können jedoch nur dadurch gelingen, dass die traditionelle Bootsform modifiziert worden ist, so sind die benutzten Boote kürzer geworden und das Volumen wird in der Mittelzelle des Sportgerätes konzentriert.

Aus dem eigentlichen Freestylen haben sich weitere Subgruppen gebildet, wie das z.B. das Squirten, bei welchem die verschiedenen Tricks in übervertikaler Rotation absolviert und zudem temporär unter Wasser abtaucht wird. Hier ein Filmbeitrag dazu: https://www.drf-online.de/clip/7034/was_ist_eigentlich_squirtboating

Schon länger wurde von interessierten Sportler(*)Innen die Frage gestellt, ob Freestylen auch in Bremen möglich ist? Da wir hier keine naturgegebenen Walzen, Wellen oder Ähnliches haben, die dieses „Spielen“ ermöglichen, bleibt uns zunächst nichts anderes übrig, als Flachwasser-Freestyle zu betreiben. Das heißt, die Tricks, die man gesehen hat, werden auf dem Flachwasser ohne den helfenden Wasserdruck erlernt. Dies verlangt eine gewisse Bootsbeherrschung, Training und körperliche Anstrengung.
Freestyle 2

In der Sommersaison wird in der Regel, in den ortansässigen Vereine, in kleinen Freestylegruppen gepaddelt. Gemeinsam sind auch Trainingseinheiten an verschiedenen Orten möglich (wie beispielsweise in Hildesheim oder an der Oker), an denen in Walzen oder in einer Welle geübt werden kann. In der Wintersaison treffen sich die Bremer Freestyler(*)Innen regelmäßig im Unibad und trainieren dort ihre Tricks. Nicht nur das klare und warme Wasser ist hier ein Vorteil, hier trifft sich auch die kleine Bremer Szene um Kontakte zu knüpfen und sich sportlich weiterzuentwickeln.

Kontakt: Philipp Köster, Referent Freestyle im LKV Bremen